Nr. 289 Dr Schorsch vrzählt vom 9. Oktober 2021


Schlotza“, was für a prächtigs Beispiel für onsern schwäbischa Dialekt. Was für an Gnuss kâ mr mit dem Ausdruck uff ideale Weiß‘ verbenda – ond dem Dialektkondiga uff dr Punkt brâcht mitteila. Lasset âmol dia Gedanka schwoifa ond denkat drübr noch, wia profan doch dia schriftdeutsche Bezeichnonga „Lutscher“ oder gar des englische „Lollypop“ gegaübr ma…
Frei nâch Wilhelm Busch: Fenf Wocha isch dr Schorsch krank gwä, jetzt schreibt’r wiedr, Gott sei Dank. Nâchdem se’m sein widrspenstiga Lugabeutel entfernt hend, hat’r sich jetzt glei uff die Such’ nach besondere Sacha gmacht – ond er isch au fündig worde: Ganz uffgregt hât en dera Woch’ des Deutsche Obstsorten Konsortium vrmeldet, sie häbet…
S’isch â alte Händelei, wann wird dr Christbaum uffgestellt ond gschmückt? Für d’Weihnachtstraditionalista isch des koi Frâg, dr Baum wird am Morga vom Heiligaâbend gschmückt ond koin Tag frühr. Abr wia des so mit de Traditiona eba isch, mr braucht sich ja bloss ans Lametta am Christbaum erinnra – gibt’s nemme. Worom? Vielleicht isch’s omweltschädlich…
Ach, wia herrlich isch’s en Jugenderinneronga zom schwelga. Was für an entscheiden’r Tag isch dr 14. Juli 1969 für – jâ mr kâ sâge fascht für’s ganze weitere Leba – gwä? An dem Tag isch nämlich „Easy Rider“ en d’Kino komma. Anarchie hât sich plötzlich breit gmacht, obwohl mr als Halbwüchsigr tatsächlich net amol gwisst…
Mr kennt moina, onser Dialekt dät emmr meh’ dr Bach na ganga. Ja Pfeifadeggl, solang’s no so scheene Wörter gibt, isch’s am Schorsch net bang, mr muss se halt au saga. Beim trenka von ra Schnitzbria oder Muggafugg lässt sich trefflich drüber nâchdenka, wia mr dene Driebel, wo not net so lang her en Seggeles…
Dâ wird doch dr Schorsch grad genußsichtig. Was isch passiert? Nâch meh’ wia drei Jahrzehnt’ henn di Frau vom Schorsch ond er sich entschieda, jetzt sott’r nr a neu’s Bad han. Naja, „jetzt“ isch a bissle ondrtrieba, weil mr sich jâ au a bissle nach de Lieblingshandwerkr richta muss, so wia dia halt Zeit henn….