Ach wia prächtig isch die jetzige Zeit, weil grad jetzt die Brästling zom Nascha lockat. Brästling, welche herrliche Bezeichong em Schwäbischa für Erdbeera (dia
übrigens botanisch gar koine Beera send, sondern a Sammelnussfrucht, weil die kloine gelbe Bröckela uff dr rota Außeseit’ send nämlich echte, kloine Nüssla).
Natürlich stellt sich jetzt die Frag’, woher kommt dr Nâme Brästling? Die „Etymologie des Schwäbischen“ von Hermann Wax will sich au net festlega. Die gefälligste Erklärung: In dr vorreformatorischa Kritik an dr Kirch’, ond dera hohe Amtsträgr gleichat dr feiste, ronda, wohlgenährte Brästling in seiner Kirchenfarbigen Wohlgenährtheit einem „Probst“, einem „Pröbstling“. Thaddäus Troll vrmutet, des Wort komme vielleicht aus dem lateinischen „praestare“ – voranstehen als Erstling beim Beerenobst. Sei’s drum schmecke dean se prächtig, direkt von Stock, mit Sâhne oder uff ma Biskuit.
Also genießet di Zeit, a guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.
