Mr bsennt sich emmer weniger uff des, was ons Schwâbe ausmacht. Des isch schad’ ond deshalb soll hier âmol die „Württembergische Hymne“ zom Nâchlesa standa. Verfasst hât „Der reichste Fürst“ dr Justinus Kerner 1823: „Preisend mit viel schönen Reden Ihrer Länder Wert und Zahl, | Saßen viele deutsche Fürsten | Einst zu Worms im Kaisersaal. „Herrlich“, sprach der Fürst von Sachsen, | „Ist mein Land und seine Macht; | Silber hegen seine Berge | Wohl in manchem tiefen Schacht.“ „Seht mein Land in üpp’ger Fülle,“ | Sprach der Kurfürst von dem Rhein, | „Goldne Saaten in den Tälern, | Auf den Bergen edlen Wein!“ „Große Städte, reiche Klöster“, | Ludwig, Herr zu Bayern, sprach, | „Schaffen, daß mein Land den euren wohl nicht steht an Schätzen nach.“ Eberhard, der mit dem Barte, | Württembergs geliebter Herr, | Sprach: „Mein Land hat kleine Städte, | Trägt nicht Berge silberschwer; Doch ein Kleinod hält’s verborgen: | Daß in Wäldern, noch so groß, | Ich mein Haupt kann kühnlich legen | Jedem Untertan in Schoß.“ Und es rief der Herr von Sachsen, | Der von Bayern, der vom Rhein: | „Graf im Bart! Ihr seid der Reichste! | Euer Land trägt Edelstein!“. Letzendlich spieglt di Ballad em Vrgleich zu Sachsen, Kurpfalz ond Bayern, di Armut von Württemberg. Dr eigentliche Reichtum send d’Leut’ gwä ond sends no heut’: Fleißig, erfinderisch aus dr Not und fromm (s’letzte heut’ vielleicht nemme).
 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

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