Nr. 440: Dr Schorsch vrzählt vom 15. August 2026
Emmr wiedr därf sich dr Schorsch freua, weil’s so viele kreative Schwâbe gibt. So isch en de letzte Tâg a Gedicht vom Herbert Pschierer aus Bönniga eintrudelt, was sich mit dr Hitz’ em Städtle beschäftigt ond was dr Schorsch jetzt gern vröffentlicht: „Oh, wie schön ist Bönnigheim! | Lieblich liegt’s im Sonnenschein. | Der Straßenrand ist gut gepflastert, | der Marktplatz sichtlich wohl gerastert, | es wachsen weder Strauch noch Baum, | kein Schattenspender stört den Raum. | Der Blick zum Torturm ist ganz frei, | auf Autodächern brät man Ei | und vor dem Schloss im Wüstensand, | da steht aus Hitze eine Wand. | Sankt Georg schwitzt auf seiner Säule, | im Brunnen tränkt‘ man einst die Gäule. | Auch heut weckt seines Wassers Kühle | bei Hund und Mensch die Durstgefühle. | Der Mensch zieht sich zu seinem Glück | zu einem Glase „Spritz“ zurück, | das trinkt man dann im Freien sitzend, | zwar unter Schirmen – trotzdem schwitzend. | Der Hund dagegen unterm Tisch, | wünscht sich, er wär ein munt‘rer Fisch. | Aus einem Auto dröhnt der Bass | ohrenbetäubend durch die Gass. | Das Fenster schließt der Bürger nun, | um sich im Stillen auszuruhn | und träumt von einem kühlen Heim. | Oh, wie schön ist Bönnigheim!“
Dr Schorsch wünscht Euch jetzt drei guate Wocha ond em Herrgott sein Sega.
