Mir Schwâbe „gendern“ net, uff koin Fall. Aber mir send großzügig gegaübr dem Hochdeutscha, wo viele Wörtr a anders Gschlecht henn, wia bei ons. Des isch net bloss bei ons so, sondern auch im Bairisch-Österreichischa ond em Alemannisch-Südbadisch-Schweizerischa. Bei ons hoißt’s dr Radio, dr Tunnel, dr Zaiha, dr Schoklad’, dr Heuschreck’ ond selbstverständlich dr Buttr. Dia Gschlechtrvariatione bei ons ond em Hochdeutsche hât’s em ganza Mittlalter geba, des somit eigentlich modern ond liberal gwä isch, was des „Gendern“ von Hauptwörtern âgâht. Letztendlich isch erst dr Duden „genderfeindlich“ gega dia Wörtr gwä ond hat a jed’s en an gschlechtliche Zwangsjack gsteckt. Apropos „Buttr“. Em gsamta deutscha Sprâchraum isch dr Butter bis om 1500 rom ausschließlich männlich gwä. Erst dânach hât sich em Norda a weibliches Gschlecht broit macht. Worom? Was woiß es net, mr vrstâht’s aber au net. S’isch abr au egal, weil mir des richtig machet. Wer’s net glaubt, kâ’s em Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm unter „Butter“ nâchlesa.
A guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

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