Dr Umlaut „ü“, der gâht eigentlich gar net übr onsre schwäbische Lippa. So dehn mir ons au schwer mit dem entschwischa üblicha „Tschüss“ ond saget liabr „Ade“. Gschickt, wia mir send, omschiffa mr also sprâchlich des „ü“. Oft nemmat mir oifach a „i“ statt dem „ü“, bei dem mr â ganz spitzes Mündle macha muss: aus einer Schüssel wird a Schissl, aus einem Krüppel a Gribbl ond statt tüfteln dehn mir difdla. Em „Schwäbischa“ kâ mr au oifach a „u“ für a „ü“: Dr Schwâb drückt nicht er druggt, er fängt koine Mücke sondern ärgert sich übr a Muck ond er hüpft nicht sond hupft. Ganz elegant wird’s, wenn ma des „ü“ durch zwoi Vokale ersetzt. Mr fangt mit ma schrilla „i“ â, des mr schleifend en 1a „a“ rüberziacht: statt müde sagt mr miad, aus Kühe werdet Kiah und statt süß hoißt’s siaß. Wenn gar nex gâht, nâ nemmet mr oifach a anders Wort: aus Hähnchen werdat Geggale, mir küssen nicht, wir knutschad ond aus ra Pfütze wird a Lacha.
 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.
